Suchhilfen für zielgerichtetes Suchen im InternetSideWiki - Kommentarfunktion im Browser

Inhaltsverzeichnis
Der Artikel beschreibt die Entwicklung von Kommentarfunktionen zu beliebigen Websites. Im Vordergrund steht eindeutig "Sidewiki" von Google. (28.09.2009)

[ Das Wesentliche in Kurzform ]  [ SideWiki - Kommentarfunktion im Browser ]  [ Google SearchWiki ]  [ Suchergebnisse redaktionell bewerten ]  [ Google Friend Connect
  Das Wesentliche in Kurzform
Sidewiki ist kein Dialog-Medium, sondern soll helfen, ergänzende themenspezifische Informationen zum Inhalt der Webseite zu geben. Dabei steht im Hinterkopf der Entwickler von Sidewiki sicherlich auch die Durchführung eines großen praktischen Tests, inwieweit ein "soziales Ranking" auch die Qualität der Suchergebnisse verbessern könnte.

Sidewiki wird von Google aber auch als eine Funktion des Mitmach-Webs angesehen. So können Sidewiki-Eintragungen auch sehr einfach an Twitter oder Facebook weitergeleitet werden. Es ist nach Searchwiki und Friend Connect ein weiterer Versuch, um im Mitmach-Web ganz vorn dabei zu sein.

  SideWiki - Kommentarfunktion im Browser
Google Sidewiki ist eine Browser-Sidebar, mit der Sie zu jeder Seite im Web Kommentare anzeigen, schreiben und freigeben können. Sidewiki ist eine Funktion der Google Toolbar, die im Internet Explorer und im Firefox integriert werden kann. Dritte arbeiten daran, diese Funktion auch außerhalb der Google-Toolbar zur Verfügung zu stellen. Für die Nutzung dieses Google-Dienstes ist - wie üblich - ein Google-Account notwendig.

Google hätte es nicht nötig, den Namen "Wiki" für sein umfassendes Kommentarsystem für praktisch alle Webseiten zu verwenden. Denn es ist kein echtes Wiki, weil nicht gemeinschaftlich etwas neues Ganzes erarbeitet wird. Besucher einer Website können Informationen und Kommentare hinterlassen, so dass andere Besucher von den hoffentlich kontextbezogenen Informationen auch profitieren können. Google preist das Kommentarsystem als eine Möglichkeit an, mit der jeder sein Wissen und seine Erfahrung zu jeder Website hinzufügen kann. So soll Sidewiki einzelne Webseiten etwas dynamischer und lebendiger machen. Durch die relevanten Kommentare und der "Schwarmintelligenz", d.h. des Wissens der Menge der Websitebesucher soll der Inhalt immer besser werden. Im Laufe der Zeit würde so für manche Website ein eigenes Kommentarwiki entstehen.

Zitat: Momentan werden vor allem ausgewählte Blogeinträge im Sidewiki angezeigt, weil es zum Start noch keine ausreichende Anzahl qualifizierter Kommentare gibt. Als Websitebetreiber hat man die Möglichkeit, einen Kommentar zur eigenen Seite zu schreiben, der oberhalb aller anderen Kommentare angezeigt wird, unabhängig von der Relevanz des eigenen Beitrages. Damit kann man ein wenig Beiträge in Schach halten, die nicht zum Wohle der Website beitragen. Es ist ja irgendwie vorherzusehen, dass solch ein Tool auch dazu genutzt wird, sprachliche Grabenkämpfe auszutragen. Der Zweck besteht aber eher darin, möglichst qualifizierte Bewertungen zu erhalten. Es wird sich zeigen, ob Bewertungen aus dem Sidewiki sich eignen, das Ranking von Webseiten zu beeinflussen. Eine soziale Komponente in das Ranking einzubringen, wäre sicherlich eine interessante Variante, die natürlich zunächst auf Spamresistenz geprüft werden muss. Quelle: http://www.at-web.de/blog/20090924/google-sidewiki.htm Titel: Webseiten bewerten mit Google Sidewiki

Sidewiki-Kommentare werden verknüpft
Abgegebene Kommentare sollen bei Sidewiki auch den Weg zu Websites mit ähnlichen Inhalten finden. Sie sind daher per Definition nicht unbedingt nur auf eine einzelne Website beschränkt. Beispiel: Wird ein Dokument von anderen Websites zitiert, so werden ggf. auch hier die Kommentare des Original-Artikels eingeblendet. Der Ansatz klingt gut. Durch eine derartige Verknüpfung sollen thematische Zusammenhänge besser strukturiert und abrufbar werden. Thematische Beziehungen und Ergänzungen sollen so besser dargestellt werden.

Ranking der Kommentareinträge und Ranking der Suchergebnisse
Google lehnt sich aus dem Fenster und versproicht: Das Besondere an SideWiki ist, dass nicht die neuesten Kommentareinträge zuerst angezeigt werden, sondern die relevantesten. Ein neuer Google-Algorithmus soll dafür sorgen, dass die hilfreichsten (relevantesten) Einträge zuerst anzeigt werden. Der Algorithmus nutzt hierzu das Feedback der Nutzer mit der Kommentarbewertung und auch die Qualität der anderen Beiträge des Kommentators.

Wenn sich der Sidewiki-Ansatz durchsetzen sollte, werden viele Webseiten mit zusätzlichen Informationen versehen. Sobald ausreichend fundierte und relevante Informationen für Inhalte von Websites vorhanden sind, könnten diese auch für das Ranking von Webseiten herangezogen werden. Mit Sicherheit ist im Hinterkopf der Entwickler von Sidewiki verankert, dass hiermit auch die Qualität der Suchergebnisse verbessert werden kann.

Oberster Eintrag vom Website-Betreiber
Website-Betreiber haben das Recht des obersten Eintrags. Dazu muss die Website in den Webmaster Tools eingetragen sein. Wer mit seinem Google-Account als Site-Betreiber identifizierbar ist, erhält das "Recht des obersten Eintrags". Ein Webmaster-Eintrag erscheint dann in grüner Farbe ganz oben in der Sidewiki-Sidebar. Man darf gespannt sein, ob sich für den Inhalt gewisse Wortmuster duchsetzen werden.

Gefahr des Missbrauchs und Kommentarspam
Jede Kommentarfunktion ist mehr oder minder dem Missbrauchs-Risiko des Kommentarspam ausgesetzt. Kommentarspam und bewusste Falschinformationen können über ein anonymes Google-Account einfliessen. Hier wird Google beweisen müssen, wie "spam-sicher" das System wirklich ist. Google wird vermutlich im Hinterkopf haben, bei positivem Ausgang des Sidewiki-Experiments, auch Bewertungen aus dem Sidewiki für das Ranking von Webseiten zu verwenden.

Ein Artikel im englischsprachigen Techcruch verdeutlicht das Spam-Risiko, dass alle Angebote mit Kommentarfunktionen betreffen: "Just think about the brand implications of Google Sidewiki and the competitive impact this might have on hotel-review websites like TripAdvisor. I wrote a post about these issues here http://bit.ly/JbuKA for Tnooz. Take Priceline, for example. Priceline requires travelers to book a hotel on Priceline and to complete the stay before writing a review of the hotel for Priceline. But, with Google Sidewiki, anyone can write anything they want about a hotel next to its display on Priceline. Google Sidewiki users have carte blanche to write whatever they want — even if they have never set eyes on the hotel. Competitors of that hotel can trash it at will. Will we soon be hearing about the hotel industry gaming the system through Google SideWiki? Somewhere, a public relations team is probably already getting the gears in motion." Quelle: Techcrunch.

Durch die Bewertung der Sidewiki-Einträge von anderen Benutzern und der Möglichkeit einen Missbrauch zu melden, wird Google Spam-Auswüchse vermeiden können. Ein Missbrauch liegt grundsätzlich vor, wenn die Sidewiki Content-Richtlinien verletzt werden.

Abruf von Kommentaren bestimmter Personen
Alle abgebenen Kommentare werden im Google-Profil gespeichert. So kann jeder schnell erkennen, wo und was man als Kommentar hinterlassen hat. Über das Google Sidewiki API lassen sich die Kommentare von ausgewählten Autoren("written by a particular author") oder für eine bestimmte Webseite (written for a particular web page) abrufen und in eigene Anwendungen einbauen. Ein Gadget soll Nichtprogrammierern den Einbau erleichtern. wird dies So heißt es im Originaltext: "... lets you work freely with the content that's created in Google Sidewiki. You can use it to retrieve all entries written about a particular webpage as well as all entries written by a given Sidewiki author". Das wird darauf hinauslaufen, dass Google ein Personenprofil für das Ranking heranzieht und Kommentatoren mit hoher Reputation ihre Beiträge auch eher an oberster Stelle erwarten dürfen.

Am Kommentar-Prinzip "gescheiterte" Versuche
Wer erinnert sich noch an Third Voice. Third Voice war der erste Versuch eine Kommentarfunktion im Browser für alle Websites einzuführen. Kaum zu glauben, dass Third Voice schon im Jahr 1999 an den Start ging. Third Voice hat im April 2001 aufgegeben. Danach haben es viele Anbieter in ähnlicher Form versucht. Dazu gehören unter anderem Diigo, Frosp, Fytch, JumpJar, Trailfire, ShiftSpace, SumtnSumtn, Tickntalk und Reframe It. Keiner der Anbieter konnte bisher einen richtigen Erfolg verbuchen. Aber nun heißt der Anbieter Google und die Bewertungskontrollen sind viel umfassender.

Fazit und Ausblick
Die Power von Google, das "social ranking" von Kommentatoren, die Bereitstellung der Sidewiki-API und die erwartete Integration für Google Chrome sprechen dafür, dass es Google schaffen kann, eine neue Form der Vernetzung zwischen den Inhalten von Webseites zu erreichen. Mit der Vernetzung entsteht aber kein "Neues Ganzes", sondern nur eine nach einer Rechenformel sortierte Ansammlung von Anmerkungen zu einem bestimmten Thema. Diese Sammlung von Hinweisen dient sowohl der Bewertung als auch der Ergänzung des Inhaltes der Web-Seite.

Suchmaschinen-Optimierer werden es bei einem durchschlagenden Erfolg von Sidewiki deutlich schwieriger haben. Websites mit Inhalten, die vorrangig oder nur geschaffen werden, um Einnahmen durch Generierung von Leads oder "cost per click" zu erzeugen, werden zu den Verlieren zählen. Um es mit Wowereit zu sagen: "Und das ist auch gut so".


  Google SearchWiki
Google erlaubt eingeloggten Nutzern mit einem Google-Konto das Ranking von Suchergebnissen zu beeinflussen (Google SearchWiki). Damit könnte eingeloggte Google-Nutzer die Ergebnisse ihrer Suchanfragen an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Da heutzutage nahezu jede Anwendung irgendetwas mit Social Web zu tun haben muss, kann man auf die Empfehlungen und Kommentare anderer Anwender für eigene Recherchen zugreifen. Ist man der Meinung, dass eine bestimmte Web-Seite in der Liste fehlt, kann man auch selbst einen Verweis zu dieser Seite hinzufügen. Im Einzelfall kann sogar die modifizierte Suchergebnis-Liste als eine Art persönliche Linkliste verwendet werden. Ein Nebenprodukt ist die eingeschränkte und temporäre Eliminierung von Suchmaschinen-Spam (zum Beispiel Preisvergleichsdienste).

So können Google-Nutzer bestimmte Suchergebnisse an die Spitze ihrer Ergebnisliste setzen, einzelne Suchergebnisse kommentieren und auch Suchergebnisse ausblenden. Die getätigten Einstellungen bleiben für zukünftige Suchaktivitäten erhalten. Voraussetzung: Der Google-Nutzer ist in seinem Google-Benutzerkonto angemeldet und hat insoweit keine Änderungen vorgenommen. Der eingeloggte Nutzer kann seine markierten Suchergebnisse wieder aufrufen und somit auch auf seine früheren Suchvorgänge wieder aktivieren. Am Ende der Seite stehen hierzu die Links "Alle meine Such-Wiki-Einträge anzeigen" und "Alle Einträge für dieses Such-Wiki anzeigen" zur Verfügung.

In wesentlichen geht es mithin darum, die Suchergebnisse zu personalisieren. Dieser Ansatz wird so manchem Nutzer erfreuen, denn er kann hiermit eine qualitative Selektion nach eigenen Bedürfnissen vornehmen. Und nur der Nutzer kennt (hoffentlich) seine Informationsbedürfnisse bei der aktuellen Suchaktivität. Auch die Kommentarfunktion kann grundsätzlich nützlich sein. Bei einem Test mit dem Suchbegriff "searchwiki" am 7. Mai 2009 meldete Google "1390 Einträge gespeichert für: searchwiki". Ein Nutzen konnte hieraus nicht gezogen werden. Es waren eher "Schrott-Kommentare". So gibt es auch Scripts, die SearchWiki einfach ausblenden.

Nachteile und mögliche Verbesserungen von SearchWiki
Eine Auflistung von Nachteilen ist immer etwas subjektiv geprägt. Doch allgemein kann man festhalten:

  • Niemand weiß, was mit diesen Änderungen und Anmerkungen passiert. Dienen sie etwa zukünftig auch zur Verbesserung des Algorithmus oder werden Sie zur internen Verwertung (sprich anwenderbezogene Werbung) gesammelt?
  • Für viele Anwender sicherlich ein großer Nachteil: Die Profile und Bewertungen sind für alle anderen Google-Mitglieder einsehbar. Kommentare und Anmerkungen sind öffentlich. Es können keine privaten Notizen hinterlegt werden.
  • Eine Domain oder Webpage kann nicht dauerhaft verbannt werden. Eine richtige Eliminierung von Suchmaschinen-Spam ist mithin nicht möglich.
  • Es gibt keine Funktionen, um die Suche auf bestimmte Domains oder Teile von Domains einzugrenzen. Eine thematische Suche ist damit nicht möglich.
  • Es fehlt eine Option zum Hin- und Herspringen zwischen der Normalanzeige der Suchergebnisse und der modifizierten Version. Der User muss sich hierfür extra ausloggen.
  • Es gibt keinen direkten Link zu den editierten Suchergebnissen (so genannter permanenter Link), der zum Beispiel per Mail weitergegeben werden kann.
Fazit: SearchWiki erleichtert für manche Nutzer die Durchführung allgemeiner und spezifischer Recherchen. Die Hilfe zu SearchWiki ist leichtverständlich. Im Einzelfall kann mit SearchWiki sogar eine modifizierte Suchergebnis-Liste als eine Art persönliche Linkliste produziert werden. Schön wäre es, wenn Google selber eine Art Export-Funktion für diese Links oder einen permanenten Link bereitstellen würde. SearchWiki würde so noch deutlich an Akzeptanz gewinnen.

Pikant ist der Name für diesen Dienst: Der Name "SearchWiki" erinnert sehr stark an das frühere Projekt "Wikia Search" von Wikipedia-Pionier Jimmy Wales. Auch dort konnten Nutzer ihre Ergebnisliste neu zusammenbauen und einzelne Ergebnisse kommentieren. Mehr zur Einstellung von Wikia Search.


  Suchergebnisse redaktionell bewerten
Offiziell behauptet Google, dass der Content nicht überwacht wird. Zitat: Wie Sie vielleicht wissen, repräsentiert Google das Web lediglich. Google sammelt und ordnet im Internet veröffentlichte Informationen, aber den Content selbst kontrollieren wir nicht. Quelle

Ein zweiteiliger Artikel bei Spiegel online aus April 2009 beschreibt anschaulich das Dilemma der Volltextsuchmaschinen und warum von Suchmaschinenoptimierern "hochgepushte" Seiten ganz oben im Ranking stehen, obwohl sie qualitativ minderwertig sind. Auch sehr ausgefeilte Algorithmen sind nicht wirklich der beste Weg um Relevanz (und damit auch Qualität) zu ermitteln.

Deutlich bessere Ergebnisse kommen aufgrund von Bewertungen von Menschen zustande. Sie bilden den Gegensatz zu einem Algorithmus, der für viele SEO-Tricks offen ist. Auf diese Weise kommt der gute alte, handgemachte Web-Katalog zu einem unverhofften Comeback. Webkataloge mit echter redaktioneller Betreuung waren auch in der Vergangenheit hoch relevant. Sie sind nur gescheitert, weil es kein kostendeckendes Geschäftsmodell für sie gab. Seit den Erfolgen von Wikipedia wird immer mehr nach Lösungen gesucht, die das Urteilsvermögen von Nutzern stärker einfließen lassen. Das semantische Web kommt ebenfalls ohne Hinweise und Tags der Autoren nicht von der Stelle (FTD-Artikel).

Mit dem oben beschriebenen Dienst "SearchWiki" hat Google im November 2008 einen weitreichenden Test zur Nutzung von Bewertungen ihrer User gestartet. Die Bewertungen sind natürlich immer subjektiv geprägt. Allerdings: Was von vielen Usern als irrelevant aussortiert wird, kann letztlich bei der entsprechenden Suchabfrage nicht so wichtig sein. Im Laufe der Zeit kann Google so einen riesigen Bewertungsindex aufbauen. Es ist zu erwarten, dass Google auf diese Weise Suchmaschinen-Spam im Ranking herabsetzen wird.

Der vom Webkleber bereitgestellte thematische Suchdienst soll nach der Hilfe-Datei einen Beitrag dazu leisten um qualitativ bessere Suchergebnisse ohne Registrierung (also anonym) zu erlangen. Dazu gehören u.a.: private Kommentare, private Links und beliebige Sucheingrenzungen.


  Google Friend Connect
Viele Websites, so auch die von großen Verlagen, setzen auf das "Mitmach-Web". Von einfachen Voting- und Kommentarfunktionen über "user-generated content" bis hin zum "Bürgerjournalisten" ist praktisch jede Ausprägung zu finden. Das Interesse der Verlage liegt vornehmlich im "Hochpushen von Seitenzugriffen" und in zweiter Hinsicht natürlich auch um das Einsparen von Kosten. Google will das "Mitmach-Web" auch jeder (kleinen) Website ermöglichen.

So will Google mit Friend Connect den Aufbau eines sozialen Netzwerks auf der eigenen Homepage erleichtern. Homepagebetreiber können Social-Web-Funktionalitäten wie Google Talk auf der eigenen Website integrieren. Google Friend Connect soll die Bildung einer Community auf einer Website durch Interaktionsfunktionen unterstützen. Das Ziel bleibt aber etwas "schwammig". Google stellt selber allgemeine Funktionen wie Profilerfassung, das Einladen von Freunden und die Darstellung von Mitglieder-Galerien heraus. Der echte Nutzen für themenspezifische Websites bleibt jedoch undeutlich. Wie praktisch bei allen kostenfreien Google-Diensten, stellt sich auch hier die Frage nach der Datensicherheit.

Kommentar-Funktion in Google Friend Connect
Den höchsten Nutzwert verspricht noch die Kommentar-Funktion. Durch Einfügen des Codes per Copy & Paste wird das Kommentar-Gadget auf der Website problemlos eingerichtet. Weniger sinnvoll, erscheint die Übersetzungsfunktion, um die Kommentare in der vom Website-Betreiber gewünschten Sprache anzuzeigen. Mit der Bereitstellung von Sidewiki als deutlich besseres Tool für Kommentare zu Websites macht Google selber deutlich, was Google von der Kommentarfunktion in Friend Connect hält. Man darf gespannt sein, ob und inwieweit Friend Connect überhaupt eine Zukunft hat.


  Fazit zum Mitmach-Web und zur Kommentarfunktion
Nach SearchWiki und Friend Online hat Google mit Sidewiki den dritten Versuch gestartet, um "Social Web" im Google-Netzwerk besser zur Geltung zu bringen. Alle anderen Anbieter sind mit ähnlichen Kommentarfunktionen seit 1999 mehr oder minder kläglich gescheitert oder führen einen Nischendasein. Mit Sidewiki kann es Google schaffen.

Suchmaschinen-Optimierer werden es bei einem durchschlagenden Erfolg von Sidewiki deutlich schwieriger haben. Websites mit Inhalten, die vorrangig oder nur geschaffen werden, um Einnahmen durch Generierung von Leads oder "cost per click" zu erzeugen, werden zu den Verlieren zählen. Um es mit Wowereit zu sagen: "Und das ist auch gut so".


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